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Nationalpark Schwarzwald

Nationalpark Schwarzwald -

Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe auf Fortbildung

 

Gemeinsam mit Ihrer langjährigen Freundin und Kollegin Sabine Rücker, Naturparkführerin im Schwäbischen Wald hatte Christine Neuweiler Lieber diese Fortbildung organisiert. So konnten die Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe mit den Kollegen aus dem Schwäbisch Fränkischen Wald und dem Naturpark  Stromberg zu ihrer Exkursion in den Nationalpark Schwarzwald starten.

Bei leicht nebligen und nieseligem Wetter ab Freudenstadt waren alle gespannt, was der Tag witterungsmäßig so zu bieten hätte. Natürlich waren die Profis vorbildlich gekleidet, bzw. ausgerüstet. Auf den letzten 15 km auf der Schwarzwald-Hochstrasse in Richtung Naturschutzzentrum Ruhestein wurden den Teilnehmern ein paar Eckdaten und Fakten zum Nationalpark Schwarzwald, immerhin dem ersten und einzigen in Baden Württemberg, erklärt.

Mit ganz leichter Verspätung traf man am Ruhestein ein, hier wird gerade das zukünftige Nationalpark-Besucherzentrum gebaut. Charly Ebel, ein langjähriger Freund aus Christines "Bühler Freiberufler Zeit „, erwartete die Naturführer.

Als studierter Geograph und jetzt Leiter der Abteilung 4 „Besucherinformation" im Nationalpark, kennt er den Park wie kaum ein anderer. Eine kurze Vorstellungsrunde gleich zu Anfang verdeutlichte nicht nur Charly Ebel, welch unterschiedliche Menschen, mit vielfältigen beruflichen Wurzeln ein gemeinsames Ziel verfolgen: Landschaft erleben, Natur entdecken und diese Begeisterung an Menschen weiterzugeben.

Dann ging es auch los in Richtung Bannwald „Wilder See“.

„ Mein Försterinnenherz kam in jedem Fall voll auf seine Kosten, ich liebe dicke Bäume, knorrige Gestalten, den Harzduft und die Karseen. Diesen Eindruck bekamen wir vermittelt beim stillen Abstieg zum Wilden See, dem Herzstück des Parks…“ (Christine)

„ Für mich war dieser Ausflug eine richtige Offenbarung, wer noch keinen wirklichen Ur- Wald gesehen hat, sollte unbedingt dahin. Natürlich hat uns auch unser gutaussehender Führer und seine Begeisterung für das Projekt angesteckt, aber der stille Abstieg entlang einer Steilwand zu einem See durch den dunklen wilden Wald war sehr beindruckend. Man kann viel über Bäume und Pilze lesen, aber es live zu sehen, ist etwas völlig anderes. Auch wenn es nur ein kleines Stück ist und noch ein sehr junger Urwald ist, hat es mich doch sehr berührt.“ (Heike)

Auf dem Rückweg zurück zum Ausgangspunkt war der Ranger dann fast nicht mehr zu bremsen. Seine wissenschaftlich fundierten Einblicke, Infos und Forschungsergebnisse zu Pilzen, Flora und Fauna der Urwaldarten vermittelten eine Vorstellung davon, wo die Unterschiede zum Wirtschaftswald liegen, wie bedeutend in ökologischer Hinsicht Prozesschutz im Wald ist und warum Nationalparks von so hoher Bedeutung sind.

Der Nordschwarzwald mit seinem hohen Bewaldungsprozent, hohem Nadelbaumanteil und dem Buntsandstein als geologisches Ausgangsmaterial , eine Landschaft so ganz anders als Hohenlohe, der Schwäbisch Wald oder der Stromberg. Hier Kulturlandschaft mit vielen Wiesen, Streuobstbereichen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, auch Weinbau und dort der Nordschwarzwald , ein Waldmeer. Nach einer Feedbackrunde am Naturschutzzentrum fuhren die Naturführer mit vielen neuen, vielleicht auch fremdartigen Eindrücken zurück ins nördliche Württemberg .

Alle waren sich darüber einig, es ware eine tolle gemeinsame Aktion und eine gelungene Fortbildung herzlichen Dank an die Organisatioren Christine Neuweiler und Sabine Rücker