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Exkursionen, Ausflugsziele - unsere Angebote : Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe e.V.

Entdecken Sie mit uns Hohenlohe zu jeder Jahreszeit:

2021/2022 in Hohenlohe

Liebe NaturfreundeInnen, liebe Wanderlustige,

„Es ist für uns eine Zeit angekommen……..die bringt uns eine große Freud“……

 

Dieses Adventslied wird immer noch gerne gesungen. Ist das so mit der Freude? In diesem zweiten Corona-Winter mag man das zu Recht bezweifeln. Aber nicht nur Covid 19 - auch Klimaveränderung, Erderwärmung, Unsicherheit des Golfstroms, Flüchtlingsproblematik, Hunger und Armut in vielen Ländern, Tierseuchen auf dem Vormarsch, Waldsterben – man könnte verzweifeln. Wir Natur-und Landschaftsführer-innen sind genauso betroffen wie alle anderen. Wo bleibt da die Winterfreude? Früher war doch mehr Winter! Oder täuscht das?

Schneeberge, Schneemänner bauen, Schlittenfahren bis zum Einbruch der Dunkelheit, durchnässte Kleider, blaugefrorene Finger und Nasen – dann wärmender Kakao und eine Scheibe Hutzelbrot, dick mit Butter bestrichen – in der Erinnerung war das so. Weiße Weihnacht, funkelnde Schneeflocken rieseln leise vom Himmel und decken alles zu. So ist das in der Erinnerung.

Darüber wird oft vergessen, dass die richtige Winterkälte mit Schnee und Eis im Januar und Februar herrscht. Nicht umsonst hieß der Januar früher Eismonat oder Hartung – alles ist kalt und hart gefroren. Der alte Name für Februar ist Hornung – weil der Rothirsch in diesem Monat sein Geweih abwirft und ein neues Gehörn schiebt. Aber vorher kommt der Christmond, der Julmond, der Weihnachtsmonat. Das Julfest war bei alten Germanen die Feier zur Wintersonnwende - es war ihr größtes Fest. Feuer wurden entzündet, Feuerräder zu Tal gerollt, um die Sonne zurückzuholen.

Zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag liegen die Raunächte. Um sie ranken sich viele Bräuche und Mythen. Häufig wurden Wohnräume und Ställe einer Reinigungsräucherung unterzogen, mit wohlriechenden Kräutern und Harzen. Dadurch sollte der Ballast des alten Jahres vertrieben werden. Weihrauch, Wacholder, Beifuß, Johanniskraut, aber auch Tannenharz und Myrrhe und andere wurden dafür verwendet. Am besten wurden die Kräuter um Maria Himmelfahrt gesammelt, getrocknet und geweiht. Auch im Programm der Natur-und Landschaftsführer werden Veranstaltungen zum Kräutersammeln und Sträuße-Binden angeboten, zur Freude vieler Teilnehmer. Aber auch im Winter darf man gespannt sein auf Angebote, die hinaus in die Natur führen und frische Luft, Bewegung und sinnliche Eindrücke versprechen.

So bleibt die Natur als Trösterin in unsicheren Zeiten. Vieles ist durch die Pandemie eingeschränkt und vielleicht sogar verboten. Aber wir können hinausgehen – über die Felder, in die Wälder, an Bächen und Flüssen entlang. „Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise….es träumt der Wald einen tiefen Traum“ - so in der zweiten Strophe des Liedes: Wir sehen vieles klarer, Konturen treten hervor, das Wesentliche wird sichtbar. So birgt auch die „Stille Zeit“, die in diesem Jahr wohl zu Recht so heißen wird, Chancen – Zeit zu haben für sich, Tee und duftendes Weihnachtsgebäck; Zeit zu haben für andere; gute Gespräche in der Familie und mit Freunden, - für die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und für das bewusste Wahrnehmen der Natur. Wie schön sind trockene, erstarrte Gräser, Eisblumen auf den Pfützen, die Vögel am Futterhaus, raureifbedecktes Gehölz, strahlende Wintersonne! So kann Freude aufkommen….und wir können in das Lied von Herzen einstimmen: „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud!“

Wir wünschen Ihnen, dass Sie gut durch den Winter kommen, viel spazieren gehen und wandern und dabei vielleicht die Natur und unsere schöne Landschaft neu entdecken. Im Frühjahr gehen wir gerne wieder gemeinsam mit Ihnen auf Tour.

Ihre Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe e.V.